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Unsere Schule führt junge Menschen seit über 230 Jahren zum Schulabschluss.
Die Entfaltung ihrer Persönlichkeit und Talente sind uns dabei ebenso wichtig wie die Vermittlung von Wissen und Fähig- keiten, die unsere Schülerinnen und Schüler „fit“ machen für Studium und Beruf.

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Aktuelles

Kunst gegen Ausgrenzung – Schüler setzen Zeichen

 

... so lautete das Motto des Jugendtages in Worms, der erstmals im Rahmen der Nibelungen-Festspiele in Worms stattfand.  Passend zum Inhalt  des diesjährigen Stückes der Festspiele „Das Vermögen des Herrn Süß“, das Diskriminierung thematisiert, wurden Schulen aus der Umgebung eingeladen, über ihre Aktionen als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage zu informieren und somit Zeichen gegen Ausgrenzung zu setzen.

Sofort stand für uns fest, dass wir unser nächstes geplantes Projekt vorstellen wollten: Wir wollen Stolpersteine vor unserer Schule verlegen lassen. Sie sollen uns an ehemalige jüdische Schülerinnen  und eine jüdische Lehrerin unserer Schule, die während des Nazi-Regimes aus Deutschland fliehen mussten und zum Teil den Holocaust nicht überlebt haben, erinnern. Bereits in der letzten Projektwoche Ende Juni hatten wir uns mit der Biographie  der jüdischen Lehrerin Frau Dr. Gutmann sowie von Lotte Adler, Hannah Schottland und weiteren jüdischen Mitschülerinnen eindringlich beschäftigt.

Vor beeindruckender Kulisse, dem imposanten Luther-Denkmal in Worms, hatten wir nun die Möglichkeit unser geplantes Projekt zu präsentierten. Unter dem Titel Stein auf Stein – für ein besseres Miteinander erzählten wir vom Leben und Leid dieser Menschen. Die kurzen Lesungen - Biographisches und Zeitzeugenschilderungen -  waren eingebettet in gespielten Szenen und teilweise untermalt durch jiddische Klezmer-Musik.

Stein auf Stein - für ein besseres Miteinander

Szenische Darstellung: Biographisches zur jüdischen Lehrerin Frau Dr. Gutmann sowie zu Lotte Adler, Hannah Schottland, Doris und Edith Samuel

Tarshana Kanagarathnam beim Tempeltanz. „Zum Glück leben wir heute in einem anderen Deutschland!“, so die Worte unseres AG-Mitgliedes Thomas, als er den zweiten Teil unserer Präsentation ankündigte. In diesem werden von unserer Mitschülerin Tharshana mehrere Tempeltänze aus Sri Lanka, der Heimat ihrer Familie, vorgeführt. Was für eine Bereicherung für unser Leben und unsere Kultur! Martin Luther, unter dessen Augen sie ihren Tempeltanz vorführte, wäre sicher ebenso beeindruckt gewesen wie das „leibhaftige“ Publikum auf dem Lutherplatz. Unter den Zuschauern waren auch die beiden Schauspielerinnen des Ensembles der Festspiele, Theresa Weißbach und Marie Zielke, die von unserer Aktionskunst sehr angetan und besonders von der Tänzerin so  begeistert waren, dass sie sich gerne gemeinsam mit unserem Star fotografieren ließen.